Thursday, 6. may 2010 4 06 /05 /Mai /2010 19:29

Hi Leute,

 

ich habe mal wieder die Zeit gefunden, einen Bericht zu schreiben. Leider waren die letzten Tage, Wochen, Monate so voll, dass ich einfach keine Zeit gefunden hatte mal wieder was zu schreiben.

 

Heute ist der 13.8. und mal gucken, wann ich diesen Artikel zu ende schreibe. Ich bin jetzt seit exakt 8 Monaten in den USA und 2 sind noch übrig………Krass oder?! Die Zeit geht so schnell rum…Naja zumindest für mich… Ich werde euch jetzt mal so erzählen, was ich in den letzten 3-4 Monaten so erlebt habe.

 

Am 26. Januar fing das zweite Halbjahr in meiner Schule an. Weil die Schule nicht mehr genug Geld hatte, wurde ein Sechs-Stunden-Stundenplan eingeführt. D.h., jeden Tag die gleichen 6 Stunden. Stellt man sich langweilig vor, ist es aber gar nicht …Ich habe auch neue Fächer bekommen. In der ersten Stunde habe ich immer Drafting. In dieser Klasse zeichnen wir Häuser auf dem PC (das Programm kostet um die 5000€), was richtig viel Spaß macht. Zweite Stunde Englisch und dritte Stunde US Geschichte (Ich glaube die Fächer erklären sich von selbst). In der vierten Stunde habe ich dann Mathe und in der Fünften die Klasse Yearbook. In dieser Klasse machen wir das Jahrbuch für dieses Schuljahr. Wir müssen also Artikel über Klassen, Sport, und das Schulleben schreiben. Sechste Stunde habe ich dann Personal Fitness (Fitnessstudio), was immer noch super Spaß macht. Ich habe also (nur) 3 neue Fächer bekommen, aber 5 neue Lehrer.  Jede Stunde dauert von 55-60 min. und Schule geht von 7:45 bis 2:30…alles wie beim alten…

 

Während der Winterzeit bin ich öfters mit dem Schul-Ski-Club Skifahren gegangen. In Michigan fällt ja eine ganze Menge Schnee. Ich mache keinen Frühjahrssport in der Schule, ich habe jetzt aber angefangen, als Schiedsrichter Fußballspiele zu pfeifen.

 

Vom 3-10 April habe ich meine Frühjahrsferien in NY und Washington DC verbracht. Ich werde auch Fotos anhängen.  Wir sind am Samstagmorgen in Michigan losgefahren. Die Busfahrt hat ungefähr 14 Stunden gedauert, als wir dann in WDC angekommen sind. Am Sonntag haben wir morgens das „Museumsviertel“ besucht. Alle Museen in dieser Gegend kosten nix. Diese Museen haben wir in Gruppen von 3-4 Gruppen besichtigt. Also ohne Begleitung oder Führung, was ziemlich cool war. Nachmittags hatten in wir dann eine Führung durch DC bekommen. Diese Führung war mit dem Bus und zu Fuß. Wir haben die ganzen „Memorials“ besichtigt und natürlich Plätze wie das Weiße Haus und das Capitol. Am Montag sind wir erst ins Newseum gefahren. Das ist ein Museum nur über News, was sehr interessant war. Am Nachmittag sind wir dann in ein Holocaust Museum gefahren.  Deinstags war dann Abfahrt angesagt Richtung New York über Philadelphia. In Philadelphia haben wir die „Liberty Bell“ und die „Independance Hall“ besichtigt. Nachmittags sind wir dann weiter gefahren nach NY. Mittwochmorgen wurden wir am Rockefeller Center abgesetzt. Da haben wir die NBC-Studios besucht und nachmittags sind wir in die Gebäude der Vereinten Nationen gegangen. Abendbrot haben wir dann im „Hard-Rock-Cafe“ gegessen. Danach haben wir den Rest des Abends am Times Square verbracht. Donnerstagmorgens stand die Freiheitsstatue und Süd-Manhattan mit Ground Zero auf dem Plan. Abends sind wir dann zu einer Broadway-show gegangen. Wir sind zu dem Green-Day Musical „american Idiot“ gegangen. Donnerstag sind wir auf das Rockefeller Center gegangen, von wo aus man einen sehr guten Blick auf NY hat.

All in all war das eine sehr gelungene Reise und sie hat richtig Spaß gemacht.

 

von kullerkeks
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Sunday, 10. january 2010 7 10 /01 /Jan. /2010 01:38
Hi Leute,

in der letzten Zeit hatte ich leider wenig Zeit mich mit diesem Blog zu beschäftigen. Es war Weihnachtszeit, es kam das neue Jahr und in dieser Zeit hatte ich einfach andere Dinge zu tun. Sorry. Am 6.1. erschien ein Bericht von mir in der NWZ, den ich hier gerne auch veröffentlichen will:

Liebe Leser und Leserinnen,

mein Name ist Philipp Lauhöfer und ich mache gerade ein Austauschjahr in Byron Center, Michigan. Ich lebe mit meiner Gastfamilie, bestehend aus drei Kindern (0, 4, 6 Jahre) und meinen Gasteltern.

Seit über vier Monaten verbringe ich nun meine Zeit hier und gehe in die „Byron Center High School“. Das Schulsystem ist zwar etwas anders, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Meine Schule hat ungefähr 1000 Schüler darunter sind auch fünf Austauschschüler, zwei aus Deutschland und jeweils eine aus Brasilien, Italien und Kasachstan. Amerikanische Schulen sind sehr gut ausgestattet. Meine Schule hat z.B. ein Fitnessstudio, ein Fernsehstudio, ein Theater mit ungefähr 800 Sitzen und eine riesige Sporthalle darf natürlich nicht fehlen. Sport wird auch von der Schule organisiert. Von Sommer bis Herbst habe ich Fußball gespielt, unter anderem werden aber auch Football, Baseball, Wrestling, Bowling und viele andere Sportarten angeboten. Meine Schule hat auch ihre eigene Mensa, in der wir täglich essen. Man kann entweder sein eigenes Essen mitbringen oder man kann es sich kaufen. Zur Auswahl steht eine ganz Menge von Hamburgern bis Pizza und ein Tagesmenu. Am Ende des Jahres werde ich die „Graduation“ miterleben. Die „Graduation“ kann man mit dem Abitur in Deutschland vergleichen und ist ein ganz großes Erlebnis. Ich werde zwar nicht das „Highschool-Diplom“ bekommen, aber ein Zertifikat, dass ich die zwölfte Klasse an einer amerikanischen Highschool bestanden habe.

Die amerikanische Schule hilft einem auch sehr, um sich in die amerikanische Kultur zu integrieren. Man findet Freunde, man macht Sport und man spricht nur englisch. Mittlerweile träume auch ich in Englisch und denke überwiegend in Englisch.

Seit Mitte November war hier auch schon die Weihnachtszeit angekommen. In den Straßen hingen die Lichterketten und auch die Radiosender spielten nur noch Weihnachtslieder. Hinzu kam auch noch der Schneesturm, der uns voll erwischt hat. Teilweise lag der Schnee knietief und wir hatten drei Tage nacheinander schulfrei. Es ist zwar eine ganze Menge wieder weggeschmolzen, aber inzwischen liegen schon wieder einige Zentimeter. Weihnachten haben wir zu Hause gefeiert mit der Familie. Wir haben die Geschenke schon am 24. geöffnet und am Morgen des 25. gab es noch mal Süßigkeiten, die traditionell in einer Socke über dem Kamin hingen.

Natürlich war es am Anfang ein Bisschen schwer, sich an die neue Kultur zu gewöhnen. Vom Essen bis zum Supermarkt, alles ist ein Wenig größer und anders als in Deutschland. Man kauft Milch in Vierliterkanistern und in den Supermärkten bekommt man fast alles.  Es macht aber auch riesig Spaß diese Erfahrungen zu machen. Von daher würde ich sagen, dass sich so ein Austauschjahr auf jeden Fall lohnt. Bei Fragen rund um ein Austauschjahr könne Sie mir gerne eine E-Mail schicken unter der Adresse p-usa@web.de.

von kullerkeks
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Sunday, 8. november 2009 7 08 /11 /Nov. /2009 20:54

Hi Leute,

 

meine Abstände zwischen den Beiträgen werden immer länger, das bemerke ich selber auch, aber heute habe mich entschieden mal wieder einen Blog zu schreiben, denn in den letzten Monaten sind auch wieder eine ganze Menge Dinge geschehen.

 

Das größte Ereignis, was mich am meisten beeindruckt hat ist, dass ich vor drei oder vier Tagen das erste Mal englisch geträumt habe. Das ist schon ein ganz großer Schritt in Richtung englisches Denken. Mir passiert es auch immer wieder, wie ich mich selber beim englisch Denken erwische, aber ich denke noch nicht komplett englisch. Es ist so halb deutsch halb englisch.

In dem letzten Monat bin ich natürlich auch wieder zur Schule gegangen. Mein „government“ und „history“ Problem ist auch schon fast ganz weg. Es ganz witzig zu wissen, dass man jetzt mehr über das amerikanische Grundgesetz weiß, als über das deutsche :-) Ingesamt ist Schule aber nach wie vor relativ einfach. In Mathe lernen wir gerade, wie man Parabeln verschiebt und in englisch werden uns die Bücher immer noch vorgelesen.

Die Fußballsaison ist auch zu Ende. Das hat seine Vor- und Nachteile. Zum einen vermisst man so ein Bisschen das Zusammensein mit Freunden Tag für Tag, aber man hat jetzt auch einen ziemlich freien Tag, denn normalerweise war man immer von 7 bis 5 Uhr unterwegs. Am Donnerstag war noch eine Abschlussparty, wo jeder noch mit einer Individuellen Urkunde für das Mitspielen geehrt wurde. Mein Name war: Bullet Man, mit der Bemerkung: In recognition of your ability to shoot the ball harder than anyone on the team and for your „off target” pass which hit the coach in the head.

Neben der Geburt eines kleinen Bruders war Halloween natürlich auch ein ganz großes Ereignis hier, wobei ich den Sinn von Halloween hier nicht ganz verstehe. Mittlerweile,  hat Halloween nur noch die Bedeutung des Süßigkeiten­einsammelns. Hier laufen die Kinder von Haustür zu Haustür sagen ihren Spruch: „Trick or Treat“ und ziehen wieder ab, wobei ich mich gefragt habe, was mir ein dreijähriger Junge, der noch nicht mal den Satz richtig sagen kann für einen Streich spielen soll… Einige Kinder sagen sogar gar nix und halten dir eine offene Tüte vor die Nase. Naja…das sind alles Erfahrungen, die man einfach mal mitmachen muss.

Seitdem Halloween zu Ende ist, ist das ganze Dorf auch schon einen weihnachtlichen Glanz versetzt. Das ganze Dorf ist mit Lichterketten geschmückt und an den Laternenpfeilern hängen die Weihnachtssterne. Die Supermärkte sind natürlich schon seit Mitte Oktober voll gestopft mit Weihnachtsachen.

Das Wetter hat sich in den letzten Monaten ziemlich schnell geändert. Es ging hier gleich von Sommer zu Winter über, hatte ich so das Gefühl. Es friert jetzt fast jede Nacht und Schnee ist schon seit einer Woche angesagt. Bisher ist aber noch nichts runtergekommen.

 

In den nächsten Tagen werde ich noch ein paar Fotos ins Netz stellen. Ansonsten weiß ich nicht mehr was ich schreiben soll.

 

Grüße

 

Philipp

von kullerkeks
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Sunday, 27. september 2009 7 27 /09 /Sept. /2009 20:35

Hallo Leute,

 

nach dem Erfolg des letzten Beitrages mit einer ganzen Menge Besuchern dieser Seite habe ich mich entschlossen, diesen Blog weiter zu führen.

 

Ich bin jetzt seit sechseinhalb Wochen hier und mittlerweile ist schon so was wie ein Alltag eingekehrt. Ich gehe mittlerweile zur Schule und die Fußballsaison auch schon fast zu Ende.

 

Morgens um 7 Uhr fährt mein Bus. Die Bushaltestelle ist ungefähr 200 m entfernt. Hier gibt es viel mehr Busse und viel mehr Bushaltestellen. Dann muss man nicht so weit laufen. Obwohl meine Bushaltestelle 200 m entfernt ist, werden einige Kinder sogar noch mit dem Auto hingebracht. Mir wurde das auch angeboten, aber ich habe dankend abgelehnt, weil das einfach Schwachsinn ist. Bis man erstmal im Auto drin ist und wieder ausgestiegen ist, bin ich da dreimal hingelaufen. Naja…morgens um 7 fährt ein gelber Schulbus vor, wie man ihn aus amerikanischen Spielfilmen oder den „Simpsons“ kennt. Der Bus fährt dann erst zu einer „Middle School“ (6-8 Klassen) und danach zur High School. Folgendes ist echt jeden Morgen gigantisch. Der Bus fährt über einen Hügel und dann liegt vor einem die High School, die so wie ein Flughafen beleuchtet ist. Meine Schule hat ca. 1000 Schüler und somit ziemlich groß. Wenn ich dann ankomme, gehe ich mit ein paar Freunden meine Fußballsachen in den Locker legen. Der Locker ist sehr nützlich, denn ich habe immer direkt nach der Schule Fußball. Dann muss ich nicht den ganzen Tag meine Sporttasche mit mir rumschleppen. An jedem Tag habe ich in der ersten Stunde Englisch. Englisch ist echt witzig. Wir lesen ein Schultagebuch. Naja…was heißt wir lesen^^ Die Lehrerinnen lesen uns das vor. Das ist ziemlich chillig. Ab und zu machen wir dann noch ein paar Aufgaben oder wir schreiben ein Quiz. Ein Quiz ist hier ungefähr so wie ein Test in Deutschland. Ein Quiz besteht hier jedoch größtenteils aus Multiple choise Fragen. Tests sind hier so was wie Arbeiten. In der zweiten Stunde habe ich immer Advisory. „Advisory“ heiß übersetzt soviel wie „Beratung“. In drei von den fünf Stunden können wir Hausaufgaben machen, sonst lesen wir oder wir machen i-was anderes. An meiner Schule gibt es die so genannten A- und B-Tage. Die ersten beiden Stunden sind jeden Tag gleich und die folgenden Stunden sind von Tag zu Tag verschieden, je nach dem, ob es ein A- oder B-Tag ist. An A-Tagen habe immer Mathe in der dritten Stunde. Da haben wir gerade gelernt, was es heißt Wurzeln zu ziehen und das erste Quiz war ein Multiple choise Quiz. Dieses Quiz war echt ein Witz. In der vierten Stunde habe ich „Computer Literacy“. Da lernen wir gerade, wie man ein Dokument in Word öffnet. Spannend oder? In der fünften und letzten Stunde habe ich „Intro to Engineering“. Das heißt übersetzt soviel wie „Einführung ins Ingenieurwesen“. Meine Schule hat eine eigene Fabrikanlage mit verschiedenen Maschinen, an denen wir im Laufe des Jahres auch arbeiten werden. Im Moment lernen wir wie man Sachen zeichnet, mit der Hand und auf dem Computer. An B-Tagen habe ich in der dritten Stunde „Personal Fitness“. In dieser Stunde gehen wir ins schuleigene Fitnessstudio. Dort können wir dann an den Geräten arbeiten. In der vierten Stunde steht dann „History“ auf dem Programm. History ist noch eines der schwersten Fächer, weil man ein gewisses Vorwissen über die amerikanische Geschichte braucht, was ich nicht so habe, wie einer, der schon seit 5 Jahren in der amerikanischen Geschichte gelehrt wurde. „Government“ in der nächsten Stunde knüpft dann an „History“ so ein Bisschen an. Government kann man mit dem deutschen Politikunterricht vergleichen, halt nur alles in amerikanisch. Die erste Stunde geht 50min, die zweite 40, die dritte, vierte und fünfte jeweils 90 min. So ist die Schule dann um 2:30 zu Ende. Während der vierten Stunde gibt es dann Mittag. Es kommt immer drauf an, welchen Lehrer man hat. Ich habe einmal das zweite und einmal das erste Launch. Dann kann man sein Essen entweder da kaufen oder man bringt sich selber was mit. Meistens bringe ich mir selber was mit. Kaufen kann man sich dort dann Pizza, Hamburger, Sandwiches oder anderes Fastfood. Als ich das erste Mal bei einem Einführungstag dort war, wurde mir die Mensa so vorgestellt: „Dort gibt es Sandwiches, so wie bei „Subway“. Da drüben gibt’s immer Hamburger, das ist so wie bei „Mcdonald’s“ oder „Burger King“. Und da gibt es Pizza wie bei „Pizza Hut“!“

Nach der Schule habe ich dann immer Fußballtraining von 3 bis 5. Meistens fahre ich mit dem Bus zum Training. Das Fußballspielen kann man mit dem Fußball in Deutschland vergleichen. Es wird genauso mit dem Fuß gespielt, wie sonst auch. Nach dem Fußball stehen dann manchmal noch Hausaufgaben auf dem Plan. Aber wie gesagt auch nur manchmal, weil ich relativ einfache Fächer habe.

Diese Woche war die so genannte Homecoming-week. Ursprünglich war die Mal für ehemalige Schüler gedacht, mittlerweile ist das aber ein Event, was die komplette Schule betrifft. Die ganze Woche über waren verschiedene Tage, wo man sich verschieden anziehen sollte. Montag war „Mix-Match-Day“(z.B. 2 versch. Paare Schuhe anziehen), Dienstag mussten alle Seniors wie alte Leute aussehen, Mittwoch war „Wild-Animal-Day“ (z.B. sich wie eine Katze schminken), Donnerstag war „Nerd-Day“ (Nerd=Streber) und Freitag war dann „Spirit-Day“ (Schulfarben [schwarz-orange] anziehen). Am Freitag war auch eine „Homecoming-Parade“. Das ist eine Parade durch den ganzen Ort mit Anhängern und Süßigkeiten werfen, wie man das von Karnevalsumzügen in Deutschland kennt. Im Anschluss war dann das „Homecoming-Footballgame“. Normalerweise sind immer so um die 1000 Leute bei normalen Spielen im Stadion, aber Freitag waren so um 3000 Leute da. Es war also eine richtig geile Stimmung. Samstagabend war dann der Homecoming-Dance. Der Homecoming-Dance ist wie eine Disco in der Sporthalle. Vorher habe ich noch mit ein Paar Freunden Fotos gemacht und habe etwas mit ihnen gegessen.

So…jetzt habe ich ein Paar Zeilen geschrieben und ihr wisst jetzt wieder ein Bisschen mehr, wie amerikanisches Leben aussieht. Wenn ihr Fragen habt, fragt ruhig…No Worries!

 

Grüße

 

Philipp

von kullerkeks
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Friday, 21. august 2009 5 21 /08 /Aug. /2009 21:50

Ich bin jetzt seit ca. einer Woche hier und ich habe eine ganze Menge erlebt. Ich werde nun mal einiges aufzählen, wobei ich bestimmt auch eine ganze Menge vergessen werde.

 

Ich kam also am 13.8.2009 am Flughafen Grand Rapids an. Dort erwartete mich schon meine Gastfamilie mit einem „Welcome Philipp“- Plakat und einem Bündel Luftballons. Die Begrüßung war sehr herzlich, obwohl die Kinder noch ein Bisschen schüchtern wirkten, was sie jetzt nicht mehr tun. Leider kam mein Gepäck nicht mit, sodass wir zu einem Schalter der United-Airlines gehen mussten. Diese versprachen uns dann, das Gepäck so schnell wie möglich zu besorgen. Es würde mit dem nächsten Fliegen aus Chicago kommen. So geschah es dann auch. Es wurde uns um 3 Uhr nachts gebracht. Naja… nachdem wir das alles geklärt hatten am Flughafen fuhren wir über ein paar Umwege nach Hause, sodass mir meine Elter Einiges zeigen konnten, z.B. von Grand Rapids, der nächsten großen Stadt. Nach ca. 1 Stunde kamen wir dann in Byron Center an. Anschließend habe ich dann versucht meine Eltern zu erreichen. Dafür hatte ich mir extra eine Campus-Card besorgt. Der reinste Reinfall. Es funktioniert weder von den USA nach Deutschland, noch umgekehrt.

Am nächsten Tag habe ich dann erst mal ausgeschlafen und danach bin ich mit meinem Gastvater losgefahren, um einige Dinge zu erledigen. Z.B. haben wir uns eine Büchereikarte geholt und wir haben versucht mich so etwas wie einen Personalausweis zu bekommen. Abends sind wir dann nach Holland gefahren. Holland liegt direkt an der Küste des Michigan-Sees. Auf dem Weg dahin haben wir bei Pizza-Hut gegessen. Lecker! Der Strand in Holland ist sehr schön, ich war dort bereits ein zweites Mal am Dienstag den 18.8.09. Dazu später noch etwas.

Am Samstagmorgen bin ich mit meinem Gastvater und einem Bruder (5) zu einem Supermarkt gefahren. Auf dem Weg dorthin habe ich versucht Geld über einen VISA-Plus Automaten zu bekommen. Kein Problem. Fast jeder ATM (Automated Teller Machine= Geldautomat) hat VISA-Plus, sodass sich eine Postbank Sparcard 3000 plus sehr gut für den Auslandsaufenthalt eignet, weil man mit dieser Karte 10 freie Abhebungen im Jahr an einem VISA-Plus Automaten hat. Das Geld bekommt man übrigens bei der Bank, bei der wir waren, nur dann, wenn man im Auto sitzt. Man fährt also mit seinem Auto direkt vor einen Geldautomaten.  Der Supermarkt (Meijer) in dem wir waren, war gigantisch. Der hat fast alles!

Sonntag ging es dann erstmals in die Kirche. Ich war sehr gespannt, wie es werden würde, weil ich viel darüber gehört hatte. Und ich kann es bestätigen: es ist total toll dort. Zu erst einmal macht eine Bühne in einer Sporthalle die Sache viel lockerer. Der Pastor (mein Dad) steht dort in Jeans und Hemd (aus der Hose) und spricht über ein Headset. Die Musik kommt von einer Band, mit Schlagzeug, Gitarre, Bass und Keyboard und über einen Beamer wird der Liedtext eingeblendet. Fast jeder singt die modernen Lieder mit. Die Predigt wird dann auch über den Beamer mit Bildern von einer Powerpointpräsentation unterstützt. Der Gottesdienst dauerte ungefähr eine Stunde. Nach dem Gottesdienst ist es anscheinend üblich Leute zu sich nach Hause einzuladen. Wir hatten dann also Besuch von Freunden meiner Gasteltern. Es gab Barbecue Gerichte wie gebratenes Schweinefleisch, Hähnchenschenkel, Maiskolben und vieles mehr. Das war alles Superlecker. Den Rest des Tages habe ich dann mit meinen Brüdern und einem Jungen in meinem Alter verbracht.

Am Montag hatte ich dann das erste Mal Fußballtraining. Das Fußballtraining hier ist vergleichbar mit dem Fußballtraining in Deutschland. Meine Mannschaft und der Coach sind total cool drauf. Wir haben also eine ganze Menge Spaß. Nach dem Fußballtraining am Montag sind wir dann zu einem meiner Fußballkameraden gefahren. Dort hatten wir dann eine Poolparty mit Pizza und Chips. Es ist hier üblich Chips zum Abendbrot oder Mittag zu essen.

Dienstag hatte ich morgens von 8:30 Uhr bis 12 Uhr wieder Fußballtraining. Nachmittags sind meine Gastmutter, meine Brüder und ich nach Holland zu Freunden gefahren, um mit ihnen an den Strand zu gehen. Das Wasser war zwar etwas kalt, aber der Strand und das Wetter sehr schön. Abends gab es dann etwas zu essen, was ich noch nie zuvor gegessen hatte. Es gab „Tacco-Salat“! Tacco-Salat besteht aus Tacco-Chips (oder Tortilla-Chips), angebratenem Hackfleisch und Tacco-Soße. Das alles zusammengemixt schmeckt saumäßig gut, so komisch es auch klingen mag.

Mittwoch habe ich mich nach dem Fußballtraining an eine E-Mail gesetzt, die ich lange vor mir hergeschoben hatte. Es war die erste Mail an meine Eltern, die mir Probleme wegen Heimwehs bereitete. Aber nach dem Versenden und der schnellen Antwort ging es mir viel besser.

Donnerstag hatte ich nach dem Fußballtraining frei. Ich habe also ein Bisschen im Internet rumgesurft und mich mit meiner Heimat beschäftigt, wie deutsche Nachrichten geschaut. Das tat gut. Zufälligerweise trafen mein Vater in Deutschland und ich in Skype aufeinander, sodass ich mit meiner Familie in Deutschland skypen konnte. Abends hatte ich dann mein erstes Spiel mit meiner Fußball-Mannschaft, was wir zwar verloren, aber riesigen Spaß machte. Nach dem Spiel fand eine Präsentation aller High-School-Mannschaften statt. Natürlich durfte hier eine Schulband, wie ein Spielmannszug, mit Fahnen usw. nicht fehlen.

Joa…und nun sitz ich hier seit eine paar Stunden und schreib so vor mich hin. Ich wollt euch noch ein Paar allgemeine Dinge erzählen.

Byron Center besteht eigentlich nur aus Wohnhäusern und Fast-Food-Restaurants. So war zumindest mein erster Eindruck. Außerdem gibt es hier noch ein oder zwei Tankstellen die ganzen Schulen (elemantary-school, high-school, usw.) und ein paar Kirchen.

Eine Gallone Benzin (ca. 4 Liter Benzin) kosten 2.50 $. Umgerechnet kostet ein Liter Benzin: 0,40 €…

Insgesamt kommt mir USA sehr billig vor, was die Preise angeht. Wenn ich immer meinem Dad erzähle, was das in Deutschland kosten würde macht er immer ganz große Augen und sagt, das Deutschland teuer ist. Das ist es mit Sicherheit auch, aber USA ist auch sehr günstig.

So…irgendwie fällt mir jetzt nix mehr ein…Ich hoffe ihr hattet Spaß am Lesen und ich melde mich irgendwann mal wieder.

Bei Fragen: Fragt einfach...

 

Grüße

Philipp

 

 

PS.: Sorry für die Rechtschreibfehler…das kommt beim Schnellschreiben einfach so :-D

von kullerkeks
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